Aliens vs Predator: Requiem
06.Januar 2008 Klaus Johann
Herzlich Willkommen zur Rubrik “Filme, die die Welt nicht braucht”! – heute mit zwei häßlichen Alien-Rassen, die sich in einer amerikanischen Kleinstadt gegenseitig die Schädel einschlagen. Soweit die wohl kürzeste Inhaltsangabe seit Snakes on a plane.
Die Kritik könnte genau so kurz ausfallen: Belangloser Monster-Murks. Aber ein paar Worte mehr sollen es doch sein.
Sowohl die vier Alien- als auch die beiden Predator-Filme waren atmosphärisch dichte, spannende Horror-Shocker, die man noch heute als Perlen des Genres bezeichnen darf. Doch schon der erste AVP-Streifen Survival of the Fittest vor drei Jahren konnte nicht wirklich überzeugen. Zwar war dieser atmosphärisch, doch bei Weitem nicht mehr auf dem Niveau der Originale. Was AVP: Requiem nun zu bieten hat, ist eigentlich eine Frechheit: ein müder Action-Splatter-Film, bei dem zu keinem Zeitpunkt ein Hauch von Spannung oder Kurzweil aufkommen möchte.
Statt dessen setzt man dem Zuschauer einige Klischee-Charaktere (u.a. die toughe Soldatin und zwei Teenager im Kampf um die Schul-Schönheit) vor und quält sich mit 08/15-Dialogen (“Sie werden uns alle töten!”).
Daß gute Effekte und ein wenig Blut allein kein gutes Movie ausmachen, sollte inzwischen bekannt sein, doch selten wurde ein Markenname so uninspiriert verwurstet, wie AVP von den Strause-Brothers. Ach ja, damit es noch richtig lächerlich wird, gibt es sogar einen Predator-Alien-Hybriden, der richtig böse rummetzeln darf.
Lediglich das Ende ist dann wirklich gruselig, da läßt man sich nämlich ganz überraschender Weise Möglichkeiten für eine Fortsetzung offen. Da schaudert`s einem wahrhaftig…
3 von 10 Punkten
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