Californication – Season 1
29.Januar 2009 Klaus Johann
Autor Hank Moody war mit seinem Bestseller ein One Hit Wonder, an dessen Erfolg er nie wieder anknüpfen konnte. Weder Alkohol noch dem einen oder anderen Joint ist er jetzt abgeneigt, sein größtes Laster aber sind die Frauen und der Sex. Ironischer Weise ist die einzige Frau, mit der er wirklich zusammen sein möchte, nicht mehr an einer Beziehung mit ihm interessiert, allerdings aber noch seine beste Freundin. Willkommen bei den Irrungen und Wirrungen im Leben des Hank Moody…
Tabus kennt diese Serie wahrlich nur vom Hörensagen. Weder in Ausdruck noch Inhalt nimmt Californication, daß ebenso wie Dexter vom Pay-TV Sender Showtime produziert wird, ein Blatt vor dem Mund. Zwar wirkt das betont nicht prüde Treiben bisweilen ein wenig aufgesetzt und bewußt provokant, doch geht die Rechnung der Produzenten hier gänzlich auf, was in erster Linie den Top-Darstellern zu verdanken ist.
David Duchovny (X-Files) gewann mit dieser Rolle zu Recht den Golden Globe und liefert die beste Leistung seiner bisherigen Karriere ab. Locker und lässig, aber trotzdem mit dem nötigen Ernst spielt er den Looser Hank als liebenden Vater einer Tochter, der seine Ex-Frau noch nicht aufgegeben hat. Diese wird (ebenfalls höchst symphatisch) von Natasha McEllhone verkörpert, bekannt aus beispielsweise Ronin und The Truman Show.
Wortwitz, skurrile Sitauation und jede Menge Coolness: Californication ist gute Laune pur. Man sieht den Schauspielern ihre Freude bei der Arbeit einfach an und so macht auch die Serie einfach nur Spaß.
8 von 10 Punkten
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