Children of Men
14.November 2006 Klaus Johann
Die Welt im Jahre 2027: Das Leben verendet im Chaos. Auf den Straßen von London kämpfen Terroristen und Organisationen gegen den totalitären Staat und gegeneinander. Zudem gibt es keine Perspektive für die Menschheit. Frauen sind unfruchtbar und das Leben auf der Erde dem Untergang geweiht.
Eine einsame Seele in der trostlosen Welt namens Theo (Clive Owen) wird jedoch wider Willen mit dem einzigen Funken Hoffnung konfrontiert: eine Schwangere – doch sie ist ein Flüchtling und wird vom Staat gejagt. Kann Theo sie in Sicherheit bringen?
Alfonso Cuaron ( Harry Potter and the prisoner of Ascaban) verfilmte die düstere Romanvorlage als beklemmende und beängstigende Zukunftsvision, die äußerst realistisch wirkt. Wenn später während einer Schießerei Blutflecken auf der Linse kleben bleiben, und die Kamera durch das Szenario eines unter Beschuß stehenden Ghettos flieht, ähnelt das Ganze gar einer Dokumentation.
Und sonst? Die Darsteller (Clive Owen, Juliane Moore und ein überragender Michael Caine) sind großartig, und zynische Dialoge peppen die depressive Vorlage bisweilen auf.
In einigen Jahren oder Jahrzehnten wird man Children of Men in einem Atemzug mit Klassikern wie 1984 nennen.
9 von 10 Punkten
Tags: Film
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