Crank

26.September 2006 Klaus Johann

Da scheint sich ja ein neuer Kinotrend abzuzeichnen: Der Zuschauer bekommt mit dem Titel gleich serviert, was ihn erwartet. Schon bei Snakes on a plane wußte man, es geht um Schlangen im Flugzeug. Und Crank …ähm ….nun ja- ist wirklich einfach nur krank!

Ebenso wie Profikiller Chev (Jason Statham, The Transporter); dem wurde nämlich ein synthetisches Gift gespritzt, daß ihn binnen kürzester Zeit töten wird. Die Wirkung kann er allerdings verlangsamen, indem er seinen Adrenalinspiegel hochhält. Stillstand ist der Tot, also macht er sich auf den Weg, seine Mörder zu finden…

Die Geschichte vom vergifteten Protagonisten, dem nicht viel Zeit bleibt, ist nicht neu. Im eleganten Noir-Thriller D.O.A.- Death on Arrival suchte Dennis Quaid mit Hilfe von Meg Ryan seinen Killer und sogar David Sledge Hammer Rasche hatte in einer Folge seiner Cop-Comedy-Serie mit dem selben Problem zu kämpfen.

So wie hier ging es dabei aber nie zu. Jason Statham hetzt 80 Minuten lang durch eine komplett Sinn- und Logikfreie Actiongroteske, die nur Vorwand für immer wieder neue Verfolgungsjagden, Prügeleien und Schießereien ist.

Zwar nervt die aufgesetzte Videoclip-Ästhetik, doch ist es angenehm, daß sich der minimale Plot an keiner Stelle ernst nimmt. Und auch wenn es ruhig gerne ein wenig mehr Logik hätte sein dürfen, gelingen Crank tatsächlich zwei Rekorde: Zum einen definiert er den Begriff “Tempo� neu und zum anderen gelingt ihm die wohl coolste Sexszene der Filmgeschichte.

7 von 10 Punkten

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