Das ­schleichende ­Grauen

28.Juni 2009 Björn Lippold

Im Berlin von 1922 versucht ein junger Mann aus der Provinz die Karriere beim Film. Bald bekommt er einen Job bei der Produktion von Das schleichende Grauen und scheint seinem Ziel so nah – wären da nicht sonderbare Vorkommnisse am Set…

Das schleichende Grauen ist ein Abenteuerspielbuch, also Rollenspielsoloabenteuer im Romanformat, vor dem Hexer-von-Salem-Hintergrund zu Cthulhu. Der Leser trifft die Entscheidungen des Protagonisten und gerät so in eine cthulhoide Verschwörung. Das Buch erzählt eine spannende Geschichte, die dem Leser das Gefühl gibt, viele Entscheidungen treffen zu müssen, auch wenn man trotz verschiedener Wege immer wieder an den selben Eckpunkten ankommt. Da man bei der Geschichte nur wenig wirklich falsch machen kann, ist dieses Spielbuch nicht sonderlich schwer, hat aber aufgrund der Story durchaus Wiederspielwert, um die anderen Handlungsfäden zu verfolgen, in denen auch H.P. Lovecraft, Robert Craven und Erich Zann eine Rolle spielen. Da Finale ist zwar ein bißchen überzogen, aber durch die selbstironischen Untertöne des Buchs kann man darüber hinweg sehen und dieses schnelle Cthulhu-Abenteuer durchaus genießen.

(Rezension aus Mephisto 43)

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