D&D Spielerhandbuch
13.Juni 2009 Björn Lippold
Mit dem Spielerhandbuch geht nun auch die deutsche Fassung von D&D in die 4. Edition, mit der sich gegenüber dem Vorgänger viel geändert hat.
D&D ist durch die 4. Edition an vielen Stellen geglättet worden. So stehen die Charakterklassen in ihren besonderen Fähigkeiten einander kaum nach, vielmehr sind sich Kämpfer und Magier von der Machart der Kräfte eher schon zu ähnlich. Viele Dinge wurden vereinfacht, so wurden einige Völker aus dem System entfernt, und die Charakterklassen auf acht zusammengestrichen, die nur mit dem Kriegsherr einen Neuzugang bekommen haben, während beispielsweise Barden, Druiden und Mönche verschwunden sind. Die neuen legendären Klassen, die ab der 11. Stufe die Fähigkeiten der Grundklassen differenzieren, ersetzen die früheren Prestigeklassen und gebieten damit (zumindest vorerst) dem früheren Wildwuchs Einhalt. Wie gehabt gibt es zahlreiche Talente, deutlich weniger zahlreiche Fertigkeiten, Ausrüstung und Rituale im Spielerhandbuch.
Positiv gesehen ist D&D 4 an vielen Stellen einheitlicher, klarer und strukturierter, mit weniger Ausnahmen und einheitlicheren Formaten. An der deutschen Umsetzung gibt es auch nichts auszusetzen. Für mich aber wirkt das System immer noch zu statisch, formalisiert und übermäßig geglättet, daß mir die Vorgängerversion gerade aufgrund ihrer unübersichtlichen Vielfalt immer noch besser gefällt.
(Rezension aus Mephisto 43)
Tags: Dungeons and Dragons, Fantasy, Feder und Schwert, Rollenspiel
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