Death Race

07.Juni 2009 Klaus Johann

Im Jahr 2020 sieht es im US-Knast ein wenig anders aus: Ein Gefängnis organisiert das sogenannte Death Race, bei dem die Gefangenen mit gepanzerten Rennwagen und scharfen Geschützen um ihr Leben fahren – oder besser gesagt, um ihre Freiheit. Der Sieger ist frei – die Anderen sterben auf der Rennstrecke. Das Ganze wird selbstverständlich als Live-Show im Pay-TV übertragen!

Als Jensen Ames (Jason Statham, The Transporter) unschuldig inhaftiert wird, soll er die Fahrer-Legende Frankenstein ersetzen, die in Wahrheit das letzte Rennen nicht überlebt hat. Da Frankenstein aber eine Maske trägt, fällt der Schmu für die Zuschauer nicht sonderlich auf. Und weil Ames seine Tochter wiedersehen will, tritt er aufs Gas…

Die Story eines B-Movie Remakes aus den 70ern ist schlichtweg lachhaft. Glücklicherweise nimmt sich Death Race nicht all zu ernst und konzentriert sich allein auf seine einzige Stärke: Grandios in Szene gesetzte Auto-Action mit jeder Menge Ballerei und Explosionen. Daß neben der “Story” auch Charakterzeichnung und Spannung abgeschrieben werden dürfen, versteht sich dabei beinahe von selbst. Death Race ist ein absolut anspruchsloser Männerfilm, der mit einer Pulle Bier für einen entspannten Feierabend aber durchaus funktionieren kann – mehr aber eben nicht.

Wenn man dann kurz vorm Abspann die Warnung liest, daß alle durchgeführten Stunts gefährlich sind und man nicht versuchen sollte, irgend etwas des Gesehenen nachzumachen, fragt man sich allerdings, ob hier ein Hauch Ironie durchschimmert oder ob die Warnung tatsächlich ernst gemeint ist…

5 von 10 Punkten

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