Die Alchimistin

16.Dezember 2009 Björn Lippold

Die Hörspielbox Die Alchimistin umfasst die ersten vier Teile der Hörspielreihe um Aura Institoris. Die Geschichte beginnt damit, dass Auras Mutter mit Christopher einen neuen Jungen in die Familie bringt, die auf Schloss Institoris auf einer Insel in der Ostsee wohnt. Währenddessen soll Aura in ein Internat abgeschoben werden. Bald jedoch taucht ein Hermaphrodit auf, der Auras Vater töten soll, der seinerseits offenbar ein mächtiger Alchimist ist, und eine Reihe von Verschwörungen und finsteren Geheimnissen kommen allmählich ans Licht…

Mit jedem Kapitel wird die sich durch die Jahre entspannende Geschichte, die sich um mehrere Charaktere rankt, komplexer und düsterer. Verrat und Verschwörungen reichen bis ins Mittelalter zurück, und scheinbar zufällige Bruchstücke fügen sich zu immer finsteren Geheimnissen zusammen, bei denen es um die Geheimnisse der Unsterblichkeit geht, für die Verrat, Mord und gar Inzest Mittel zum Zweck werden.

Hat man zu Beginn noch den Eindruck, Die Alchimistin könnte für ein jugendliches Publikum gedacht sein, ist dieser Eindruck spätestens auf der zweiten CD dahin. Mir hat Die Alchimistin sehr gut gefallen, da in der Geschichte die Rollen von Gut und Böse immer wieder verwischen oder umdefiniert werden müssen und scheinbar zufällige Ereignisse sich zu einem komplexen Geflecht entspinnen. Gut ist auch, dass die Geschichte, obwohl sie noch weitere Teile umfasst, nach Teil vier erst einmal einen Punkt erreicht, an dem die Handlungsstränge soweit entwirrt sind, das man zumindest erst einmal eine Pause einlegen kann. Aus meiner Sicht stellt Die Alchimistin ein hervorragendes Hörspiel in der okkulten Welt des ausgehenden 19. Jahrhunderts dar.

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