Die Rache der Grabräuber aus dem All
28.September 2007 Björn Lippold
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Stephen Tassie Die Rache der Grabräuber aus dem All Truant, 5405 2-6 Spieler, ab 12 Jahre, 20-40 Minuten ISBN 3-934282-42-3 |
Kennen Sie Die Grabräuber aus dem All? Nein, das ist kein Film (zumindest nicht das ich wüßte), sondern ein Spiel. Und Die Rache der Grabräuber aus dem All ist die Fortsetzung. Bei diesem Kartenspiel geht es um B-Movies mit Darstellern, die nicht weniger gruselig als die Monster sind. Jeder Spieler versucht, einen möglichst schrecklichen Film zu drehen, der sich aus Drehort und Darstellern zusammensetzt. Die Gegner spielen ihrerseits Monster und Ereignisse aus, um die Darsteller zu dezimieren und die Drehorte zu zerstören. Mit dem Ausspielen einer Abspannkarte kann man das Spiel beenden, um am Ende die Punkte zusammenzuzählen und zu bestimmen, wer den besten (oder schlechtesten?) Film produziert hat.
Während das Spielprinzip einfach ist, lebt Die Rache der Grabräuber aus dem All durch die Anspielungen auf Filme, die sich in Kommentaren und Kartenmotiven widerspiegeln. Das Spiel nimmt die bekannten Klischees und zieht daraus seinen Humor. Daß die Filme selten Sinn ergeben, ist stimmig, und auch die Idee, daß vorher per Karten ein Filmtitel ermittelt wird, durch den man Bonuspunkte sammeln kann, paßt zum Konzept.
Die Rache der Grabräuber aus dem All ist ein einfaches Spiel, das man schnell erklären und schnell spielen kann. Etwas eigentümlich ist das Spielende, das mit etwas Glück bzw. Pech sehr schnell kommen kann. Anspruchsvoll ist es wirklich nicht, aber wer B-Movies mag, der bekommt genau das als Spiel: kein Anspruch, aber Spaß. Praktisch ist auch, daß Die Rache der Grabräuber aus dem All zwar eigenständig spielbar, aber auch mit dem Vorgänger oder einer anderen Reihe kombinierbar ist. Einige Karten beziehen sich sogar explizit auf den Vorgänger.
Rezension aus Mephisto 34.
Tags: Kartenspiele, Truant
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