Drachenreiter

13.Oktober 2007 Björn Lippold

Klaus-Jürgen Wrede, Jean du Poël
Drachenreiter
Amigo, 5350, 2-6 Spieler, 90 Minuten, EUR 34,99

Als Rennen zwischen Magiern auf Drachen präsentiert sich Drachenreiter. Die Spieler müssen mit ihren Figuren einen Parcours abfliegen und können sich dabei zusätzlich mit magischen Effekten beharken. Kollisionen mit anderen Drachen oder mit der Streckenbegrenzung führen zu Energieverlust und unerwünschten Stops.

Neben dem interessanten Thema bietet Drachenreiter ein paar gut erdachte Spielkonzepte. So ist das Spielbrett modular aufgebaut, so daß man immer wieder andere Rennstrecken unterschiedlicher Länge aufbauen kann. Auch die Idee, daß die Spieler ihre Geschwindigkeit mit Markern einstellen und ihre Züge anschließend mit Linealschablonen berechnen, kann überzeugen. Je schneller man fliegt, desto größer wird das Risiko, mit Hindernissen anzuecken. In der Praxis erfordert dieses Vorgehen jedoch viel Fingerspitzengefühl, so daß beim Ausmessen schnell Figuren verschoben werden oder umfallen.

Drachenreiter bietet eine Menge gute Ideen, doch leider erfordert das Spiel auch viel Geschicklichkeit. Gerade bei harten Rennen kann das versehentliche Verschieben von Figuren schnell unschöne Diskussionen auslösen. Ehrgeizige Spieler, denen eine ruhige Hand fehlt, sollten die Finger von diesem Spiel lassen. Wer über solche kleine Problemen hinwegsehen kann, bekommt jedoch ein spannendes Spiel.

Rezension aus Mephisto 32.

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