Eagle Eye
15.Oktober 2008 Klaus Johann
Jerry (Shia La Beouf, Indiana Jones and the Kingdom of the Crytal Skull) hat die Uni abgebrochen und arbeitet mehr oder weniger motiviert in einem Copy Shop. Sein eher tristes Leben ändert sich schlagartig, als seinem Konto plötzlich über eine halbe Millionen Dollar gut geschrieben werden und er seine Wohnung betritt, in der sich lauter Kisten mit brisantem Inhalt befinden. Sein Handy klingelt und eine Frauenstimme warnt ihn, daß er rekrutiert wurde und daß das Gebäude in wenigen Sekunden vom FBI gestürmt würde. Jerry soll fliehen und gerät in die Fänge einer geheimnisvollen Allmacht – ebenso, wie die alleinerziehende Rachel (Michelle Monaghan)…
Man könnte Eagle Eye als hanebüchenen Blödsinn abtun, der den George Orwell-Zukunftsstaat schon nahezu grotesk karikiert. Unabhängig davon besitzt dieser High-Tech-Thriller Logiklöcher von rekordverdächtigem Ausmaß.
Wer diese Pille aber geschluckt hat, den erwartet ein temporeicher und äußerst packender Suspense-Thriller, der ein wenig an eine Neuauflage von Wargames erinnert; ein Produkt, als habe Steven Spielberg (der hier im Übrigen als ausführender Produzent fungierte) ein Drehbuch des Regiealtmeisters Alfred Hitchcock höchstpersönlich verfilmt. Überhaupt ist das Finale des Films eine Hommage an Hitchcock`s The Man who knew too much, in dem seinerzeit James Stewart die Hauptrolle spielte.
Eagle Eye bietet zwei Stunden lang perfekte Unterhaltung und ist die Eintrittskarte allemal wert.
8 von 10 Punkten
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