Hohenhag

20.Oktober 2008 Björn Schwarzmüller

Dietmar Preuß
Hohenhag
FanPro, 9,00
ISBN 978-3-89064-494-3

Liebe, Kampf und Leidenschaft sind drei essentielle Teile einer guten Fantasygeschichte und dürfen auch in diesem DSA-Roman nicht fehlen. Ob es deshalb eine gute Geschichte ist, muß noch geklärt werden.

Der Roman beginnt im Norden Andergasts, an der Grenze zur Orklandsteppe. Drei Wehrhöfe bilden dort eine kampfbereite Grenze zwischen der Zivilisation und den nomadischen Orks. Beolf und Sidra, zwei Halbwüchsige des Wehrhofs Hohenhag, sind die Protagonisten der Geschichte. Schon in jungen Jahren scheinen die beiden sich in einander zu verlieben, doch über ihnen schwebt die Frage, ob sie denselben Vater haben, womit ihre Liebe unerfüllt bleiben muß. In einer dunklen Nacht überfallen die Orks den Wehrhof, töten den Großteil seiner Bewohner und entführen Beolf und Sidra. Fünf Jahre bleiben sie in der Gefangenschaft der Orks, lernen viel von ihnen, bleiben aber immer Sklaven. Als ihnen endlich die Flucht gelingt und die beiden Hohenhag beanspruchen und proklamieren, daß sie blutige Ernte unter den Orks halten wollen, schließen sich viele junge Leuten der Hofgemeinschaft an. Doch bei allem Rachedurst ist die Frage nach ihrem gemeinsamen Vater immer noch ungeklärt, und es stellt sich heraus, daß der Schamane des Orkstammes ein Ritual kennt, welches ihnen endlich Aufschluß geben könnte.

Die klassischen Elemente sind literarisch eher mittelmäßig zusammengepackt, und dazu werden noch Klischees bedient, die keinen wirklich interessieren. DSA-Spieler oder nicht, keiner muß und sollte dieses Buch lesen.

(Rezension aus Mephisto 39)

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