Ja, Herr und Meister!

05.Oktober 2007 Björn Lippold

Riccardo Crosa, Fabrizio Bonifacio u.a.
Ja, Herr und Meister!
Heidelberger Spieleverlag/Mario Truant Verlag, 4-12 Spieler, 20-30 Minuten, ab 10 Jahre

Sie kennen das Problem, da schickt man als finsterer Herrscher seine Schergen mit einer simplen Mission los und diese Brut verpatzt wieder alles und versucht sich mit Begründungen wie Abenteurergruppen, fiesen Fallen oder schrecklichen Monstern herauszureden…

Bei Ja, Herr und Meister! darf ein Spieler in die Rolle von Rigor Mortis (Beruf: Schwarzer Magier) seine Schergen (die anderen Spieler) ausquetschen, warum sie ihren Auftrag wieder einmal vermasselt haben und es mit der Weltherrschaft diese Woche wieder nichts wird. Bei dem Kartenspiel müssen die Spieler sich mit Karten herausreden, die verschiedene Motive zeigen, um mit einer guten Begründung von sich abzulenken – und zwar auf einen anderen Spieler. Durch Zusatzkarten kann man seine Mitspieler schnell die Schuld zuschieben, um die Sache etwas härter zu machen. Der Spieler in der Rolle von Rigor Mortis muß entscheiden, ob die jeweiligen Spieler sich gut genug herausreden konnten, oder er setzt seinen finsteren Blick ein, der dreimal angewendet einen Spieler aus dem Spiel schmeißt.

Ja, Herr und Meister! Ist ein witziges Kartenspiel, bei dem es um das schnelle Spinnen einer Geschichte geht. Die witzigen Karten voller Drachen, Schwarzer Ritter, dunklen Wäldern und verschlossenen Kisten tun ihr übriges, das die Ausflüchte der Spieler einigermaßen bizarr werden.

Allerdings ist die offene Spielform sicherlich nicht jedermanns Sache, und das Spiel macht vor allem dann Spaß, wenn man die richtigen Spieler hat, die nicht nur auf den Sieg aus sind. Außerdem ist es ein Spiel, für das man zudem noch eine Menge Spieler braucht.

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