Kragmortha

04.September 2008 Björn Lippold

Walter Obert, Riccardo Crossa u.a.
Kragmortha
Truant, 2-8 Spieler, 30-45 Minuten, ab 8 Jahre

Der Magier Rigor Mortis und seine unfähigen Goblin-Schergen standen schon im Mittelpunkt des Kartenspiels Ja, Herr und Meister. Mit Kragmortha ist nun ein Brettspiel erschienen, das die Charaktere wieder aufgreift. Im Spiel müssen die Spieler als Goblins in Rigor Mortis Bibliothek herumwuseln und Bücher klauen. Vor allem dürfen sie sich aber nicht von ihrem Meister erwischen lassen, sonst werden sie mit einem finsteren Blick belegt.

Mit Bewegungskarten können die Spieler entweder ihren Goblin oder Rigor Mortis ziehen. Dabei versuchen sie, ihre Gegner mit dem Magier kollidieren zu lassen. Diese werden dann mit einem finsteren Blick bestraft, was bedeutet, daß der Spieler unter dem Fluch leidet: so muß er dann z.B. die Hände in einer bestimmten Haltung halten, darf gewisse Worte nicht aussprechen oder muß die Karte des Fluchs auf Körperteilen balancieren. Verstößt man gegen diese Flüche, bekommt man direkt den nächsten finsteren Blick, bis irgendwann ein Spieler rausfliegt und die Partie beendet ist.

Kragmortha ist simpel, aber kurzweilig, wenn man bereit ist, sich vor anderen Spielern zum Deppen zu machen, weil man eine Karte unter das Kinn klemmen muß, bei bestimmten Worten auf den Tisch klopft und außerdem jedes Mal aufsteht, wenn man einen Zug macht. Wer jedoch auf ernste Spiele und klare Siege steht, wird für dieses Spiel nur einen finsteren Blick übrig haben.

(Rezension aus Mephisto 38)

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