Lost – Season 4
05.Dezember 2008 Klaus Johann
Mehr als drei Monate nach dem schicksalhaften Flugzeugabsturz scheint Rettung zu nahen. Doch die vermeintlichen Retter scheinen noch ganz andere Pläne zu haben, als die Überlebenden von der Insel zu schaffen. Während Jack (Matthew Fox) die Gruppe heim bringen möchte, formiert John (Terry O`Quinn) die Personen um sich, die glauben, daß die Insel deren Bestimmung ist. Mit Hilfe des zwielichtigen Benjamin (Michael Emerson) muß John jedoch bald erkennen, daß die Insel noch weit mehr Geheimnisse hütet als zunächst erwartet. Und dann überschlagen sich die Ereignisse, und nichts ist mehr wie es war…
Wie viele Serien (Prison Break, Battlestar Galactica…) litt Lost unter dem Autorenstreik, und wie auch bei den zuvor genannten TV-Shows geriet die aktuelle Serienstaffel um einiges kürzer als üblich. Der Effekt ist auch hier der selbe: Der komprimierte Plot auf verkürzter Laufzeit wirkt sich ausschließlich positiv aus. Schon länger zeichnete sich ab, daß Lost zu den Serien gehört, die von Season zu Season besser werden, mit der vierten Staffel erreicht Lost zumindest vorerst seinen Höhepunkt.
Kurzum: Lost war nie schneller, spannender und einfallsreicher. Die Erzähltechnik ist einzigartig. Immer wieder springt die Serie in den Erzählebenen von Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft. Das verwirrt mitunter zwar manchmal, macht die Story, die sich einen längeren Zeitraum für die Entwicklung der Charaktere nehmen kann, aber weitaus tiefgründiger als zuvor. Daß dabei abermals mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet werden, ärgert daher nur wenig, auch wenn man sich manchmal doch eine kleine Auflösung mehr gewünscht hätte.
Der Cliffhanger in der letzten der vierzehn Folgen kann es mit den vorherigen locker aufnehmen und macht das Warten auf die nächste Staffel, die im Januar in den USA startet, ein weiteres Mal zu einer Tortur.
9 von 10 Punkten
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