Mirrors

09.März 2009 Klaus Johann

Wachmann Ben Carson (Kiefer Sutherland, 24) schiebt Schicht in einem Luxuskaufhaus, das nach einem Großbrand geschlossen wurde. Nachdem der ehemalige Polizist im Dienst einen Kollegen erschossen hat, scheint dies die einzige Aufgabe zu sein, der er zur Zeit gewachsen ist. Doch die Spiegel in dem maroden Gebäude scheinen zunehmend ein Eigenleben zu entwickeln und ihm und seiner Familie nach dem Leben zu trachten. Oder ist Carson einfach nur psychisch am Ende?

Das leere Gebäude in diesem Horrorfilm ist die ultimative Kulisse für eine bedrohliche Atmosphäre und in der Tat: Mirrors zählt zu den besseren Filmen des Genres der letzten Jahre, auch wenn er nicht auf der ganzen Linie zu überzeugen vermag. Positiv fällt zu vergleichbaren Filmen auf, dass der Film tatsächlich eine Story hat und nicht nur von einem Schock-Effekt zum nächsten hechtet.

Allerdings hätte man sich bei der Inszenierung ein wenig mehr auf den Spannungsaufbau konzentrieren können, denn wenn der Zuschauer zum dritten oder vierten Mal durch eine laute Tonspur oder eine unheimliche Fratze erschreckt wird, sind es dennoch ein paar Schock-Effekte zuviel.

Trotzdem: Mirrors ist relativ kurzweilig geraten, und wenn Kiefer Sutherland am Ende a la Jack Bauer durch das Gebäude rennt, ist das schon gelungen. Auch die Schlußpointe ist nett. Genre-Fans sollten ruhig mal einen Blick riskieren.

6 von 10 Punkten

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