Mord in Shanghai

19.September 2008 Björn Lippold

Mörderische Dinnerparty
Mord in Shanghai
Blaubart Verlag

Die sogenannten Krimi-Dinner erfreuen sich inzwischen einer großen Beliebtheit: man trifft sich zu Essen und löst dabei einen fiktiven Kriminalfall. Ganz im Stil von Agatha Christie ist einer der versammelten Anwesenden der Mörder. Das Spiel Mörderische Dinnerparty liefert geneigten Spielern einen kompletten Fall zum Selberspielen.

Bei Mord in Shanghai treffen sich 6 bis 8 Spieler zum Dinner und werden zu Verdächtigen in einem Mordfall, der vom der Stimme des chinesischen Kommissars von CD moderiert wird. Jeder Spieler bekommt ein Heft mit seiner Rolle und einigen ausgearbeiteten Dialogen und dann beginnt der Fall in drei Akten – oder Gängen. Bald schon stellt man als Spieler fest, daß man einige dunkle Geheimnisse hat, doch selbst der Mörder unter den Spielern weiß bis zum Ende nicht, daß er der Täter ist.

Das Konzept der Mörderische Dinnerparty ist gut durchdacht, und auch die Zusammenstellung der Charaktere bei Mord in Shanghai ist gelungen. Im Testspiel gelang es allen Spielern, in ihre Rolle zu schlüpfen, daß die Geschichte sehr stimmig wirkte. Durch die einzelnen Akte und die Moderation von CD wird die Handlung zudem kontinuierlich vorangetrieben.

Nachteil des Spiels ist allerdings der Preis und das weniger Spielmaterial unter der Voraussetzung, daß man den Fall nur exakt einmal spielen kann (legt man den aber auf alle Spieler um, sollte dies kein Problem sein). Wer einen Dinnerabend (Rezepte sind im Spiel enthalten) mit Mordfall im Kreis von Freunden spielen möchte, bekommt mit Mörderische Dinnerparty einen guten Einstieg.

(Rezension aus Mephisto 38)

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