No Country for old men

11.März 2008 Klaus Johann

Der abgehalfterte, in einem Kaff in Texas lebende Kriegsveteran Moss (Josh Brolin) stößt in der Wüste auf einen Tatort. Ein offenbar mißglückter Drogendeal hat keinen der Beteiligten verschont – übrig ist nur ein Koffer voller Geld, den Moss an sich nimmt. Bald ist der mit einem Bolzenschußgerät bewaffnete Killer Chigurh (Oscar für Javier Bardem, Perdita Durango) hinter Moss her, und der Sheriff (Tommy Lee Jones) darf hinter den beiden die Leichen aufsammeln…

Für No Country for old men, der sich kaum in ein Genre pressen läßt, regnete es bei den diesjährigen Academy Awards Oscars: Neben Javier Bardem wurde No Country for old men zum besten Film erkoren. Die Coen Brothers (The Big Lebowski) gewannen die Statue für die beste Regie, und dies mit Recht, denn das Thriller-Komödien-Drama (das kommt dem Genre wohl noch am Nächsten) strotzt vor Originalität. Skurrile Charaktere – allen voran der soziophatische Chigurh – und tolle Dialoge machen den Film, der auf einer Novelle von Cormack McCarthy basiert, zu einem Erlebnis.

Am abenteuerlichsten mutiert jedoch die Dramaturgie, denn die Story läßt sich zu keinem Zeitpunkt vorhersagen – und wer überlebt und wer nicht, schon gar nicht. So ist es nur konsequent, daß das Ende nicht wirklich befriedigend ist und sich der Zuschauer paradoxer Weise hin und wieder doch ein wenig mehr Konventionalität gewünscht hätte.

8 von 10 Punkten

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