Fluch der Karibik 3 (Pirates of the Caribbean: At World`s End)

30.Mai 2007 Klaus Johann

Nachdem Elisabeth Swann (Keira Knightley) Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) am Ende von Pirates of the Caribbean: Dead Man`s Chest in den Rachen des Kraken getrieben hat, macht sich die Crew, angeführt von Captain Barbosa (Geoffrey Rush) nun auf, ans Ende der Welt, um den Verblichenen aus seinem verfluchten Gefängnis zu befreien. Zu allem Überfluß versucht die Regierung nun, die Piraterie endgültig auszurotten und verbündet sich dazu sogar mit Tentakelgesicht Davy Jones.

Dies ist zumindest die Ausgangsposition und der noch nachvollziehbare Teil der Handlung. Ein Großteil des nun folgenden Plots ist leider gänzlich wirr geraten und läßt den Witz und das Tempo der ersten beiden Teile vermissen. Weit über die erste Hälfte der 169 (!) Minuten zieht sich streckenweise wie Gummi, so daß der Verdacht nahe liegt, die Produzenten würden den nicht vorhanden Inhalt mit allerlei Seemannsgarn strecken wollen, um das gigantische (fast dreiviertelstündige) Finale zu rechtfertigen. Erst dann, wenn die Gegner sich auf zwei Schiffen in einem gigantischen Strudel bekämpfen und die finale Schlacht schlagen, blitzt zuweilen der Charme der Vorgänger durch. Allein den Schauwerten, das heißt der bombastischen Ausstattung und Liebe zum Detail, ist es zu verdanken, daß Pirates of the Caribbean: At World`s End nicht völlig baden geht.

Dennoch: Mit dem Original belebte Regisseur Gore Verbinski (The Ring) vor vier Jahren das tot geglaubte Piratengenre wieder zum Leben. Mit dieser Fortsetzung dürfte es nun selbst wieder zu Grabe tragen, und das ist zumindest wieder konsequent.

5 von 10 Punkten

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