Star Trek

14.Mai 2009 Klaus Johann

“Der Weltraum: Unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise…” – diese Worte leiten vor über drei Jahrzehnten einen Kult ein, der bis in die heutige Zeit reicht.

Dem Raumschiff Enterprise folgten vier weitere Serien (The next Generation, Deep Space Nine, Voyager und Enterprise) sowie zehn Kinofilme. Längere Zeit war es nun still geworden um die Science-Fiction-Saga. Nach dem soliden aber finanziell weniger erfolgreichen letzen Kinofilm Nemesis sollten einige Jahre in die Lande ziehen bis sich der bekennende Nicht-Trekkie, Lost-Schöpfer JJ Abrams, dem Projekt Star Trek annahm, um die Geschichte – back to the roots – von hinten aufzurollen. Das heißt: Im jüngsten Space-Adventure erleben wir nun, wie Kirk, Spock & Co. sich kennen lernten, auf die Enterprise kamen und sich ihrem ersten Gegner stellen müssen: Einem rachedurstigen Captain eines romulanischen Minenschiffs.

Ein gewagtes Unterfangen, dieser Relaunch, da Abrams einerseits den Trekkies gerecht werden und andererseits frischen Wind ins Genre bringen muß. Doch da beinahe alles, was Abrams gelingen will, auch gelingt, glückt es ihm auch diesmal!

Entgegen der komplexen Storylines seiner Serien (Alias, Lost, Fringe) macht sich Abrams im Kino bezüglich des Plots weitaus weniger Arbeit. Sowohl Mission Impossible III als auch Cloverfield waren temporeiche, aber weniger anspruchsvolle, dafür jedoch ebenso spannende Kracher. Star Trek bildet dabei keine Ausnahme. Eric Bana als Bösewicht bleibt austauschbar, und die Story ist nach Schema F konzipiert.

Das sei Abrams allerdings verziehen, denn er konzentriert sich auf seine (gut gecasteten) Hauptdarsteller, die den Originalen alle Ehre machen. Chris Pine als Kirk gibt einen verschmitzen Draufgänger, Zachery Quinto einen sympathisch logischen Spock und Zoe Saladana als Uhura bietet etwas für Auge. Ein höchst epischer Beginn und ein Gastauftritt von Ur-Spock Leonard Nemoy runden die Sache ab und geben dem Film genau das, was er braucht: Charmantes, nostalgisches, Enterprise- Feeling.

Ein geglückter Jungfernflug, dem hoffentlich einige Sequels folgen werden – dann aber bitte noch mit ein wenig mehr Story.

8 von 10 Punkten

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