Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street
13.September 2008 Klaus Johann
England im 19. Jahrhundert: Nachdem der grausame Richter Turpin (Alan Rickman) der Frau des Barbiers Benjamin Barker (Johnny Depp) nachstellte und diesen viele Jahre lang aus dem Land verbannte, kehrt dieser unter dem Namen Sweeney Todd zurück. Mit Hilfe der Pasteten-Bäckerin Miss Lovett (Helena Bonham Carter) nimmt er Rache an den Menschen, denen er sein Schicksal zu verdanken hat…
Tim Burton (Sleepy Hollow) inszenierte die Mischung aus Gruselmär und Musical, die in großen Teilen überzeugt.
Mit bleichen Minen wandeln Depp und Carter durch ein düsteres und kaltes London, um Kehlen aufzuschlitzen und die Opfer zu Fleischpasteten zu verarbeiten. Ausstattung und Kamerafahrten sind ein wahrer Augenschmaus und lenken sukzessive von der etwas flachen, wendungsarmen Geschichte ab, die ohnehin meist aus gesungenen Versen besteht. Die Songs sind gut, doch nur wenige sind Ohrwürmer und verglichen mit ähnlichen Beiträgen, beispielsweise aus Disney-Filmen, leider nicht so zugänglich wie diese. Doch das schmälert das Vergnügen an diesem Grusical nur wenig: Die Atmosphäre ist eines Tim Burton würdig und zieht den Zuschauer von der ersten Minute in seinen Bann.
Und wenn nach knapp zwei Stunden und einem doch epischen Ende der Abspann läuft, lauscht man gern dem letzten Score, der einen gelungenen Abend ausläutet.
8 von 10 Punkten
Tags: Film
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