The Happening

14.Juni 2008 Klaus Johann

M. Night Shyamalan ist zurück! Der Regisseur, dessen Name vor wenigen Jahren noch für originelle Mystery-Kost (Signs, The Sixth Sense) stand, doch der sich im letzten Jahr mit dem modernen Fantasy-Märchen The Lady in the Water ins Abseits filmte, drehte diesmal mit Mark Wahlberg The Happening.

Urplötzlich begehen im Central Park mehrere Menschen Selbstmord. Dann greift das Phänomen auf andere Großstädte über: Menschen verlieren die Orientierung, reden wirres Zeug und bringen sich schließlich wie in Trance um. Eine Gruppe New Yorker, unter anderem der von Wahlberg gespielte Lehrer Elliot, versucht der Bedrohung zu entkommen und flieht aus der Stadt. Zunächst glaubt man an Terroristen, aber dann scheint es so, als hätten die Vorfälle etwas mit der Natur zu tun…

Man darf sich fragen, was sich Shyamalan mit diesem Mumpitz gedacht hat. Von der absurden Story einmal abgesehen, denn schließlich gehörte es bisher gerade zur Stärke des Regisseurs, konfuse Storys glaubhaft in Szene zu setzen, funktioniert bei The Happening beinahe gar nichts. Der sonst so tolle Wahlberg (The Departed) chargiert, daß ihm nach den Dreharbeiten wahrscheinlich die Gesichtsmuskeln schmerzten und Zooey Deschanel als seine Frau nervt den ganzen Film über mit blödem Gequassel.

Hinzu kommen unfreiwillig komische Szenen. Einmal beispielsweise möchte eine Gruppe dem auffrischenden Wind entkommen. (Zitat: “Wir müssen vor dem Wind bleiben!”) und ein anderes Mal beginnt Elliot mit einem
Plastikfikus zu sprechen. Langsame und ruhige Szenen, die beispielsweise bei Unbreakable Atmosphäre schufen, sind hier völlig fehl am Platz und machen deutlich, daß der Film bis auf die Prämisse der seltsamen Vorfälle eigentlich keinen Inhalt hat.

Fazit: Shyamalan versemmelt The Happening trotz einiger optisch guter Einstellungen zu esoterischem Unkraut, das in den Kinos hoffentlich schnell verwelken wird.

3 von 10 Punkten

Tags: ,

Artikel gespeichert unter: Filme,Rezensionen


Aktuelle Artikel

Themen