The Lovely Bones
03.März 2010 Klaus Johann
Susie Salmon ist ein Teenager mit harmonischem Familienleben. Das ändert sich, als sie im Alter von vierzehn Jahren von einem unscheinbaren Nachbarn ermordet wird. Während ihre Familie trauert, befindet sich Susie in einer märchenhaften Zwischenwelt, die den Übergang zum Himmel darstellt. Ihr Mörder bleibt zunächst unentdeckt, doch jeden verläßt einmal sein Glück …
Die Verfilmung des gleichnamigen Romans (dt. In meinem Himmel) der Autorin Alice Seebold ist das neue Werk von Star-Regisseur Peter Jackson (Lord of the Rings, King Kong). Um so höher waren die Erwartungen. Inwieweit The Lovely Bones eine gute Verfilmung ist, kann der Autor dieser Rezension nicht beurteilen, da er das Buch nicht gelesen hat. Was den Film, den man am besten ins Genre des Mystery-Dramas einzuordnen vermag, angeht, so ist dieser für sich gesehen leider eine kleine Enttäuschung.
Nicht, dass der Film langweilt, doch leidet dieser an zu vielen ungenutzten Möglichkeiten bei bester Ausgangslage. Der Plot und die Dramaturgie wirken mit Ausnahme des Beginns unausgegoren und bis auf wenige Szenen eher spannungsarm. Die Handlung in der Zwischenwelt bietet zwar Raum für tolle, phantasievolle Bilder, doch ist sie letztendlich entbehrlich. Den guten Darstellern wie Mark Wahlberg, Rachel Weisz und Susan Sarandon fehlt in ihren Rollen Entfaltungsmöglichkeit, lediglich Stanley Tucci (Terminal) überzeugt als psychopathischer Nachbar auf ganzer Linie und läßt dem Zuschauer durch minimale Gesten und Mimik das Blut in den Adern gefrieren.
Trotz Anleihen bei Hinter dem Horizont und Das Fenster zum Hof kann Jackson dieses Mal leider nicht auf ganzer Linie Punkten. Seltsam ist dennoch, dass der Film einen trotz seiner Unzulänglichkeiten zu berühren vermag und eine Atmosphäre verbreitet, die durchaus in ihren Bann zu zieht.
6 von 10 Punkten
Tags: Film
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