The X-Files: I want to Believe

08.März 2009 Klaus Johann

In den verschneiten Wäldern von Virginia verschwindet eine Frau. Ein Priester mit dunkler Vergangenheit und merkwürdigen Visionen ist die einzige Spur des FBI, denn er scheint den Aufenthaltsort der Entführten zu kennen. Da das FBI sich grundsätzlich nicht mit paranormalen Vorkommnissen beschäftigt, wendet es sich an zwei alte Bekannte, die seinerzeit genau das gemacht haben: Die ehemaligen Agenten Fox Mulder (David Duchovny) und Dana Scully (Gilian Anderson)…

Die Serie Akte X war seinerzeit ein Renner, ist heute Kult und zog vor gut zehn Jahren schon einen Kinofilm nach sich. Die besten Voraussetzungen also dafür, die Legende auf der großen Leinwand wiederzubeleben! Daß man heute nicht mehr die große, außerirdische Verschwörung zum Thema machen konnte, versteht sich von selbst, schließlich ist zu viel Zeit vergangen, so dass wahrscheinlich nicht einmal mehr ein Fan der Serie heutigen Entwicklungen zu diesem Thema hätte folgen könne.

Eine “Monster of the Week”-Folge als Inhalt des aktuellen Films bot sich somit an. Warum Regisseur Chris Carter allerdings glaubt, mit diesem derart spartanischen und einfallslosen Drehbuch punkten zu können, bleibt schleierhaft. Der Plot ist nicht nur konventioneller als fast jede Folge der Serie, er ist einfach langweilig – mal ganz davon abgesehen, dass es keine Auflösung gibt.

Da die Story keinen Film trägt, musste man überdies noch einen überflüssigen Nebenhandlungsstrang einbauen, in dem sich Ärztin Scully mit einem kleinen Jungen und der Heilung einer seltenen Hirnkrankheit beschäftigt. Dass David Duchovny in der deutschen Synchronfassung diesmal nicht mehr von Benjamin Völz gesprochen wird, setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Wiedersehen macht Freude? Nicht hier. Wir sollten Mulder und Scully in guter Erinnerung behalten, denn die X-Akten sind nun einmal geschlossen. Und wie man sieht, sollten sie das auch bleiben.

3 von 10 Punkten

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