Thurn und Taxis

20.Oktober 2007 Björn Lippold

Karen und Andreas Seyfarth
Thurn und Taxis
Hans im Glück, 48164, 2-4 Spieler, 60 Minuten, EUR 24,95

Mit Thurn und Taxis müssen die Spieler im Wettstreit das jeweils größte Postimperium aufbauen. Jede Runde ziehen die Spieler Städtekarten, mit denen sie eine durchgehende Streckenverbindung legen müssen. Sobald sie keine Karten mehr anlegen können, verfällt diese Strecke, doch sobald drei Karten liegen, können sie die Verbindung werten lassen. Dabei gibt es Punkte für die Länge der Strecke, und je nach deren Verlauf darf der Spieler Niederlassungen in den Städte aufbauen und sie mit einem Holzhäuschen besetzen. Sobald man ganze Regionen wie Baden, Würtemberg oder Hohenzollern mit Niederlassungen belegt hat, gibt es weitere Punktemarker. Am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

Bei Thurn und Taxis überwiegt Taktik vor Glück, auch wenn man manchmal versucht ist, das Risiko einzugehen, eine gute Strecke noch einmal ein Stück zu verlängern, um mehr Punkte zu bekommen. Dadurch, daß man jede Runde eine von vier Zusatzoptionen nutzen kann (z.B. zwei Streckenkarten auszuspielen), hat man noch mehr taktische Möglichkeiten.

Mir hat Thurn und Taxis sehr gut gefallen. Die Spielausstattung ist gelungen (es gibt sogar ein Regelbeiblatt über den historischen Hintergrund), und Thema und Spielmechanismen sind stimmig aufeinander angepaßt, so daß Thurn und Taxis auch längerfristig Spielspaß bietet.

Rezension aus Mephisto 32.

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