True Blood – 2. Staffel

27.Oktober 2010 Klaus Johann

Zurück nach Bon Temps, zur Gedanken lesenden Kellnerin Sookie Stackhouse (Anna Paquin), die sich in Vampir Bill (Stephen Moyer) verliebte und es bereits in der ersten Staffel mit den Intrigen der Blutsauger zu tun bekam.

In der erstklassigen und noch stärkeren Fortsetzung der gelungenen Mischung aus Horror und Gesellschaftssatire bekommt es Bon Temps jedoch mit neuen, noch wesentlich mächtigeren Gegnern zu tun. Wer ist der geheimnisvolle Killer, der seinen Opfern die Herzen herausreißt? Was hat es mit dem stierköpfigen Angreifer zu tun und wer ist die mysteriöse Maryann?

Die auf den Büchern der amerikanischen Autorin Charlaine Harris basierende Serie von Alan Ball (American Beauty, Six Feet Under) war bereits in der ersten Staffel höchst originell und amüsierte mit einem augenzwinkernden Genre-Mix. Wirkte Staffel 1 an der einen oder anderen Stelle mitunter noch ein wenig unausgegoren, nutzt die Fortsetzung ihr Potential gänzlich aus. Stark, wie diverse Handlungsstränge über die zwölf Folgen hinweg bis zum spannenden, aber stets selbstironischen Finale miteinander verwoben werden.

Setzte Staffel 1 in erster Linie die Beziehung von Sookie und Bill in den Fokus, konzentriert sich Staffel 2 nun auch auf die vielen, anderen interessanten Charaktere und bindet sie in eine komplexe Storyline ein. Dabei seien vor allem Jason Stackhouse und Sam Merlotte genannt. Und Michelle Forbes (Battlestar Galactica) sieht man die Spielfreude, die sie anscheinend in ihrer Rolle hatte, förmlich an.

Dabei bleibt neben Blut, Witz und nackter Haut aber vor allem auch der Anspruch erhalten und der geneigte Fan wird sich einmal mehr fragen: Gäbe es Vampire – wie stünden wir ihnen gegenüber? Und wäre so mancher Blutsauger nicht ein besserer Mensc,h als es so manch ein anderer Mensch wäre… ?!

10 von 10 Punkten

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