Werwölfe
17.Dezember 2009 Björn Lippold
Werwölfe ist ein recht freies Spiel für große Spielrunden (bis zu 68 Spieler!) mit einem Moderator: Die Spieler übernehmen die Rolle von Dorfbewohnern, doch einige von ihnen sind Werwölfe oder andere suspekte Gestalten. Das Spiel gliedert sich in Tag- und Nachtphasen. Nachts müssen alle Spieler bis auf die Werwölfe ihre Augen schließen, und die Werwölfe suchen in der Nacht ihr Opfer, das sie töten. Tagsüber diskutieren und entscheiden die Dorfbewohner, wen sie als Werwolf verdächtigen und lynchen. Weitere besondere Charaktere erweitern dieses einfache Spielprinzip. So kann die Seherin beispielsweise nachts im Geheimen nachschauen, ob einer der Spieler ein Werwolf ist – doch gibt sie sich am Tag als Seherin zu erkennen, kann sie sicher sein, die nächste Nacht nicht zu überleben. Vampire, Magier, Geheimbündler und andere Spezialcharaktere können bei Bedarf und entsprechend großen Gruppen das Spiel für die eine oder andere Seite schwerer machen.
In der Ausgabe von Pegasus-Spiele finden sich neben den Grundregeln diverse Kartenzusammenstellungen, alternative Regeln und Tipps für Spieler und Moderator. Die verschiedenen Spielvarianten sind nach Spielerzahl und Schwierigkeitsgrad sortiert. Alternativen, wie z.B. beim Abstimmungsmodus, wen die Dörfler am Tage lynchen, sorgen für weitere Optionen. Auch die Idee, Werwölfe als Teambuilding-Erfahrung zu nutzen, wird diskutiert. Allerdings fehlen (zumindest in meiner Ausgabe) die Zwischenüberschriften in den Regeln, was das Regelheft manchmal etwas unübersichtlich macht.
Von der Idee jedoch ist Werwölfe ein spannendes und gelungenes Spiel, für das man aber die nötige Zahl an Spielern zusammenbringen sollte. Die Pegasus-Ausgabe Werwölfe ist gut aufgemacht und bietet ein gelungenes und handliches Spiel für viele Spieler.
Tags: Kartenspiele, Pegasus, SPIEL 09 Special
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